Weihnachten, Weihnachten. Weihnachtsfan (ich) vs. Weihnachtshasser (Gatte). Werde meinen Süssen Heiligabend mit der Heizkostenabrechnung beglücken... da hat er lange was davon. Im Julklapp den Quasi-Schwager gezogen. Von ihm bekomme ich ja immer zum Fest das Original Sylter Gras, top secret homegrown in den endlosen Sylter Wäldern. Es wirkt naturgemäss natürlich überhaupt nicht (wobei es dennoch eine eingeschworene Fangemeinde gibt), in hoher Dosierung soll es schon vorgekommen sein, dass der Klabautermann höchstpersönlich einem die Zukunft prophezeit. Nun denne, ich rauche es auch nur aus Solidarität mit der einheimischen surfenden Inselbevölkerung, die unter unwürdigen Bedingungen auf Sylt ihr Dasein fristet (max. Anzahl Tage mit guten Wellen pro Jahr: 10). Letztes Jahr sank vor der Küste ein Frachter (bzw. vielleicht auch eine Promiyacht), Strandgut in Form von Kokain-Säcken war angeblich zu finden. Endlose Strandspaziergänge...allerdings war der Strand dann auch ruckzuck von der Polizei bewacht, aber Kokain ist ja ohnehin soooo ungesund, allerdings Besitz desselben eine gute Altersabsicherung. Aber, isch schör, hab nix am Strand gefunden...

Ansonsten, besinnliche Zeit, Days without sorrow. Traf einen gewissen Herrn (in diesem Blog schon erwähnt), der mir immer irgendeinen Scheiss für eine meiner Seelen andrehen will. Diesmal: Weltherrschaft. Alter, denke ich, das ist ja wie mit einem Ferrari permanent durch Zone30 zu fahren, also völlig inakzeptabel. Er wollte mich noch auf eine Proberundfahrt mit seinem neuen Schlitten einladen, hatte ihn wohl zum Schnäppchenpreis bei einem Herrn mit weissem Bart und roten Mantel ersteigert und das etwas klapprige Rentier gab es gratis obendrein. Habe ich dankend abgelehnt...

Glühweinrunde mit einigen  BekanntInnen, Damen von Welt und meine Wenigkeit inklusive immer ein Anekdötchen in der Tasche. Bei S. und M. kriselts in der Ehe, er habe seit zwei Jahren eine Freundin (natürlich 20 Jahre jünger, bringts ja sonst nicht)und seit einem Jahr wussten es alle im Freundeskreis (ausser ihr). Jetzt ist sie (die Freundin) schwanger und braucht ein wenig Geld von ihm (also auch von ihr, der Ehefrau).... In der Ehe von X und Y kriselts wohl auch, weil der Y bei der Schwester von X ein paar Werte (so im Werte von einigen tausend Euro) hat mitgehen lassen.Das hat die Y der M. aber ganz ganz im Vertrauen erzählt, also bloss nicht weitererzählen! Beide sind derzeit in der Karibik auf einem Vergebungsseminar bei Dr. Don Carlo Prügelpeitsch oder so ähnlich, der wohl angesagten Destination für aufstrebende, dennoch frustrierte Berliner Paare. Peace, peace, peace, my friends. L. hat ja schon viel erlebt, sagt sie, aber es fehlt ihr eigentlich noch ein Schwarzer oder mal eine Frau, sagt sie, und sie kann sich nicht entscheiden, was von beiden sie sich zu Weihnachten gönnen soll. F. erzählt von den Dienstreisen ihres Mannes, die gäben ihr soviel Zeit für ihren Hausfreund (Zitat: "bevor er in mein Leben trat, musste ich mich immer alleine beschäftigen, aber das ist ja auf Dauer sooo langweilig". Der Hausfreund sei von Beruf Masseur, und billig sei er eigentlich auch. Verzichtet sie halt mal auf das eine oder andere modische Accessoire, das sei ohnehin weder ihrem Gatten noch Hausfreund wichtig. "Mein Mann und ich stehen auf...", hauche ich und dehne die rhetorische Pause, in der alle Blicke gespannt auf mich gerichtet sind, ein wenig.  "... auf Blümchensex. Sicherlich einmal im Jahr! Meist zu Weihnachten und in wilden Jahren auch zu Ostern." Das war zwar ein wenig gelogen, denn offengestanden stehen mein Mann und ich überhaupt nicht aufeinander, aber was tut man nicht alles für einen Beitrag in einer geselligen Runde?

Und sonst? Der süsseste Gitarrenfreak aller Zeiten- always on my mind and one day maybe mine... (Wunschzettelschule Teil 1: Rechne damit, dass nicht alle Wünsche unbedingt in Erfüllung gehen, falls doch, rechne damit, dass du dir in der Zwischenzeit bereits etwas anderes wünscht, falls dein Wunsch in Erfüllung geht und du dir zwischenzeitlich nichts anderes wünscht und der Wunsch dann auch noch deinen Vorstellungen entspricht: BINGO!)

 

 

21.12.10 13:09, kommentieren

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Mi querido, mi querido, ich vermisse dein zauberhaftes Lachen. Wie gerne würde ich... a) mit dir Skifahren gehen, b) deine Spuren im Schnee verfolgen, c) dir eine Riesenportion Schnee in den Nacken stopfen, d) dir den Schnee aus dem Nacken küssen, e) ein Wochenende nur für uns beede Hübschen in einem Hüttli mit Kamin in den Mountains haben, f) und so weiter und so abc.  

16.12.10 08:25, kommentieren

Nach einem Wochenende so voller wein- und rührseliger Nächstenliebe* im Kloster hat es mich dann am Montag um ein Haar von der Autobahn und aus diesem Dasein gefegt, Sprinter im Schneematsch fährt echt scheisse. Ja, ich freue mich, dass ich noch hier (Erde etc.) bin, ist ja doch echt schön. Voll supi und die kleinen Daseinsbeeinträchtigungen (Alter, Ehe, Kontostand) doch eher minorer Natur. Als ich vor ein paar Jahren schon ziemlich weit im Jenseits weilte** und ich mich entschloss, zurückzukehren (eine lange Geschichte, bei Gelegenheit mehr, nur soviel: die Liebe, oder das was ich für sie hielt, und das schlechte Gewissen angesichts meiner unsortierten Rechungen hielten mich am Leben), fühlte ich mich ersteinmal ziemlich deplaziert in dieser irdischen Existenz. Kälte, Schmerzempfinden, Liebeskummer, Sorgen jegl. Art, aber auch Verantwortungsgefühl, Freude angesichts alltäglicher Dinge, das Gefühl,überhaupt mit dem Hier verbunden zu sein schienen für ein paar Tage an mir lotusartig abzuperlen. Das war sehr cool, aber inzwischen, lieber Leser, bin ich jedoch wieder mehr oder minder die Alte (nur ein wenig älter). Irrungen und Wirrungen inklusive. Habe vorübergehend mein selbstauferlegtes Ü30-Gelübde jahreszeitengemäss auf Eis gelegt, war ja eh Quatsch. Heisste Robert und gab es da nicht einst schon einen Robert in meinem jugendlichen Leben? Kann mich allerdings bis auf den Namen an nicht viel von damals erinnern. Falls einer meiner treuen Leser jetzt ein wenig eifersüchtig ist, soll er sich bitte an die eigene (Koks-)Nase fassen und by the way, ich liebe ihn ohnehin, egal was ich sonst tue oder denke. So das ist.

Ach, und: don't stand so close to me, because I am too shy for you.

 

 

*Da bald Weihnachten ist, heute für den Leser zur freien Wahl: Version a): ergreifende Einsichten von Mönch 1 (der Slang redet und an Wahrsagerei glaubt, bizarr) in der Midlifekrise: Er sei aus enttäuschter Liebe ins Kloster gegangen und würde auch wieder austreten, wenn diese Liebe nicht inzwischen auch im Kloster lebte... Version b) bestürzendes Geständnis von Mönch 2: Er habe, nachdem er aus Versehen einen anderen Mönch mit einem Sofa getötet hatte (beim Aufräumen seines Arbeitszimmers im 3. Stock), diesen auf die Bahngleise geschleift, damit die Harmonie im Kloster gewahrt bliebe... Version c) Mönch 3, schwul, recht niedlich, offenbart mir sein Leid: er habe ein unstillbares Verlangen nach schnellen Autos (kennen wir alle, lieber Novize) und das Kloster habe nur einen klapprigen Passat als Dienstauto...

**das was ich vom Jenseits mitgekriegt habe, ist einfach unbeschreiblich schön. Ein Trost, wenn ein Freund stirbt? Dennoch möchte ich keine Minute hier mehr missen.

1.12.10 23:11, kommentieren

Moin!Mir geht es nicht so gut,...Kaffee ist alle. Schon fast Ende November, extrem turbulenter Monat, noch nicht mal Zeit für ein paar lauschige Herbstdepressionen (deprimierend), extrem harter, extrem trauriger Monat, aber das Leben geht weiter (as long as we got chords), wie man so weise sagt. Weihnachten naht, und ich wünsche mir sehnlichst: DICH, bzw. eine Gutschein für eine Romanza mit dir sotto le stelle, per favore! Pray Pray Pray Amen!

Wochenende mit den lustigen Mönchen steht vor der Tür (ja, lieber verwunderter Leser, ich arbeite!Man staune), ein abgelegenes Koster in Bayern mit nichmal Internet ohje, dafür Bier und Käsestangen satt (und Sonntags abend dann zur Beichte ob der Sünden an der Gesundheit und eventuell am Zölibat...). Wolf im Schafspelz heist ja auf katholisch Heidin im Nonnengewand, und drum heisst es obacht bei der Wahl des zünftigen Outfits. Für meinen Jungfrau-Maria-Look habe ich mir ein schönes Kreuzketterl gebastelt, aus bunten Kondomen, le dernier cri aus Rom. 

J. kam heute morgen überraschend vorbei, er kriegt ja manchmal rührend nostalgische Anwandlungen und wollte sich noch vor seinem langen Kanarenaufenthalt (ja, auch Kiter müssen über den Winter kommen!) bei der lieben Bloggella verabschieden. Er fand aber nur das halbnackte Grauen vor, eine verschlafene Qualle auf Speed, die panisch-hilflos versuchte, das bockige Töchterchen zum Schulbesuch zu bewegen. Ich hatte weder Zeit noch Kaffee für ihn, ich glaube, er war etwas enttäuscht. Sorry, J., dafür hole ich dich vom Flughafen ab, versprecht!

Und wie siehts in der Gurugitarrenstunde aus? Zen oder Sadomaso light? Ich zeige dir meine Gefühle, wenn du mir deine zeigst? Ist das Spiel schon längst abgepfiffen oder hat es gerade erst begonnen? Das Horoskop* für das nächste Jahr verspricht mir einige Irrlicht-Männer (einige! Mehrzahl! Juchhu!), die zwar ein Feuerwerk der Gefühle bei mir entfachen (Feuerwerk! Jippie!), sich bei näherem Hinsehen aber als Knallfrösche entpuppen (Heavy Metal, cool!). Aber du nicht, mein Angebeter! Du wirst für mich immer Feuerwerk bleiben! Und, by the way, ist bei Fröschen, die man küsst, nicht auch dann und wann ein Prinz dabei? 

*ich lese eigentlich keine Horoskope...

25.11.10 14:35, kommentieren

hemdchen, röckchen, sternchen...

back to my dreams... my ocean. Sternzeichen Fisch*, Ascendente Waage, bin eben ein Harmoniejunkie. Hatte drum auch keine Lust, mich mit dem zauberhaften Sternenprinz** zu streiten, trotz mehrmaliger Aufforderung seinerseits***. Überdies, wozu ist man denn verheiratet? Wozu sind Ehegatten gut? Bin derzeit recht versöhnt, was den Angetrauten betrifft , ja , habe ihm sogar für seine mannigfaltigen Dienstreisen eine CD mit Alibigeräuschen**** geschenkt, Training fürs Verstellungsvermögen. Mahnend, gar gestrenge fragte mich mein umschwärmter und gar so beautifully Gitarrenguru, ob ich denn noch ein kleines Mädchen sei*****, und jajajajaja, in mir steckt noch ein ganz ganz kleines Mädchen (man sehe grosszügig über die Optik hinweg), unschuldigst, das unbedingtens von ihrem Lehrer verführt werden will. Übte ich mehr, würde er doch Verdacht schöpfen, ich strebte seinetwegen... jeht ja gar nicht. Jenau!

 

** genauer: ER !!! (der Leser weiss schon: alte Gitarrenliebe rostet nicht...)

***genauer: er wollte wahrscheinlich meine potentielle Leidenschaft testen...

****genauer: Flughafen, Restaurant, Sitzung, alles dabei.

*****genauer: ob ich zu blöd zum Üben sei....

15.11.10 19:26, kommentieren

Liebes-Lied von Rainer Maria Rilke, für dich und Ellborg
Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt?
Wie soll ich sie hinheben über dich zu anderen Dingen?
Ach, gerne möcht ich sie bei irgendwas 
Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden, stillen Stelle,
die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
Oh, süsses Lied
Lieber Bernhard! Zwanzig Jahre kennen wir uns, kennengelernt haben wir uns eigentlich erst vor drei  Jahren. Fassungslos und traurig sind alle, die dich kennen, ich auch. Du warst lieb+lustig, mutig und gleichzeitig unglaublich naiv. Segen und Verhängnis. Ein Trost, zu wissen, wie glücklich du in den letzten beiden Jahren warst! Ein Trost, zu wissen, wie  schön dieser, dein Ort jetzt ist, ob wir uns  treffen werden, wer weiss? Falls möglich, grüsse bitte Markus von ganzem Herzen.  Ich möchte dir an dieser Stelle versprechen, mir Mühe zu geben, deine Familie so gut es geht zu unterstützen. Vor einer Woche, im Krankenhaus bei meiner Oma, lief eine Nonne in altertümlicher Tracht auf dem Krankenhausflur vor mir her, eine schöne Weise auf der Mundharmonika spielend. Als ich näher kam, war sie plötzlich verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Am Abend machte ich dann noch Bekanntschaft mit der destruktivsten Energie meines Lebens, ein personifizierter Hurricane mit dem schüchternen Lächeln eines Babys. Ich glaubte, in den beiden Begegnungen Anzeichen auf den bevorstehenden Tod meiner Grossmutter zu erkennen, denn es ging ihr gar nicht gut an diesem Tag. Weit gefehlt. Ich werde dich vermissen!

11.11.10 23:40, kommentieren

Note for you: er ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber ich finde nicht, dass er ein Idiot ist. Es ist dir in vielerlei Hinsicht unglaublich ähnlich. Und du bist ja nun weit davon entfernt, ein Idiot zu sein. Er ist ein Sternenprinz wie du. Dafür danke und wundervoll, dass es dich gibt!

2.11.10 20:38, kommentieren