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Neulich in Neukölln

Also eigentlich war es gestern, aber Neukölln trifft es schon recht genau*. Eine Kelle zeigt mir den Weg an den Strassenrand."GutenTag! Routinemäßige, stichprobenartige Fahrzeugkontrolle..." Ich überschlage schnell die auf zu mich zukommenden Kosten im Kopf, weder Ausweis Fahrzeugschein noch Führerschein dabei, rechte Lampe defekt, Aussenrußzustand des Fahrzeuges jenseits des Grenzwertes, fehlende Plakette, ich habe sie zwar irgendwo im Auto, aber bisher vergessen, eintragen zu lassen.... Könnte unangenehm (!!! Kontostand nach wie vor erschreckend!) teuer werden. Ich verdrehe ziemlich die Augen, die Beamten ändern ihr Programm und halten mir ein Meßgerät vor die Nase, mit der Aufforderung zu pusten. "Aussteigen, bitte!" herrje, noch soviel Restalkohol von gestern abend? Als ich aussteige, bauen sich drei Beamte mit Trompeten und Posaunen vor mir auf, lassen eine Fanfare ertönen (wir wollen uns an dieser Stelle nicht über die Qualität des Polizeiorchesters auslassen, nur soviel: es war noch schräger als die Aktion an sich), mir wird eine Medaille der Aktion "Nüchterne Strasse" überreicht sowie eine Flasche Sekt und eine Urkunde, auf der "0,0 Promille- wir gratulieren zum Berliner Rekord" steht. Ich fühle mich geehrt und bin beeindruckt.

Weniger beeindruckt zeigt sich Tim, mein L.A. (Literaturagent) in spe  angesichts der 50  Seiten, die ich ihm vorlege. Kind, Du musst noch viel lernen, mahnt mich sein väterlicher Blick (diese blauen Augen, herrje, I'm melting away). Aber hej, er ist nicht mein erster Literaturagent, ich kenne das Spiel. Die Qualität des zu betreuenden Autors kleinreden, um die eigenen Prozente hochzureden. Oder haben die "Bekenntnisse einer schmolllippigen nymphomanen Nonne- Nur Gott sah zu" etwa kein Potential?  Weitaus mehr zeigt er sich beeindruckt von den anderen Qualitäten der angehenden Schreiberin. Aber diese Schmeicheleien fürs Ego werden mir leider bei meinem Masterplan "Scheidung 2012" nicht unbedingt viel nützen. Sei's drum, der Frühling ist da und sollte man auch mal das Leben von seiner heiteren Seite wertschätzen, gelle?

Siehst du, GGGGGG, ich brauche dich gar nicht, es gibt ja glücklicherweise noch andere Männer. Nur mein Herz will nicht so recht mitspielen(((

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*wohin des Wegs ich war- dies, werter Leser, bleibt heute mal mein süsses Geheimnis. O.k. ich verrate es, ich habe..., ach nee, ein anderes Mal, sorry. 

21.3.11 18:09

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